Die Geschichte des Hofgutes Reuschberg reicht ca. 2500 Jahre zurück. Damals gab es hier keltische Siedlungen.

Am heutigen Platz bestand vor 1250 aller Wahrscheinlichkeit nach ein größeres Anwesen. Nach 1250 fiel dieses dem Grafen von Rieneck zu. Im 14. Jahrhundert ging Schöllkrippen und damit auch das Hofgut Reuschberg an den Kurstaat Mainz.

Es wurde um 1600 vom Kurstaat Mainz an die Geipel von Schöllkrippen vergeben, deren doppeltes Dalbergwappen noch heute den Eingang zum Seminarhaus (das ehemalige Herrenhaus) ziert.

Um 1720 wurden das Wohngebäude und die Hofanlage wahrscheinlich vollständig erneuert. Daraus entstand das Hofgut Reuschberg, wie es in seinen Grundzügen heute noch zu sehen ist.

Der Grundbesitz umfasste im 18. Jahrhundert noch die Ackerwanne und Wiesen, die bis an das Schlossfeld von Schöllkrippen reichten.

Danach wechselte der Hof bis zum ersten Weltkrieg mehrfach seinen Besitzer und diente landwirtschaftlichen und industriellen Zwecken.

1924 wurde das Anwesen von seinem damaligen Besitzer Seydinger an den Pallottinerorden verkauft. Der Orden errichtete eine Kapelle, bewirtschaftete den Hof und übernahm seelsorgerische Aufgaben und Religionsunterricht in Schöllkrippen und Umgebung. Das ganze Anwesen war nun ein Kloster. Dieses wurde im Mai 1967 geschlossen.

Diese Luftbildaufnahme zeigt das Hofgut Reuschberg in den 50er Jahren:

 

 

Im Jahr 1991 übernahmen wir das Hofgut. Die folgende Luftaufnahme aus dieser Zeit zeigt die Gebäude und das Umland:

 

 

Stück für Stück wurde an allen Ecken und Enden renoviert, saniert und umgebaut. Das Kloster wurde zur kreativen Spielstätte. Aus einem Kuhstall wurde der Drachenschuppen mit der großen Bühne und Platz für viele Zuschauer:

 

 

Aus einem ehemaligen Kuhstall wird...

 

 

 

...der Drachenschuppen – unser großer Theatersaal.

 

Mit den Jahren haben sich viele Freundschaften entwickelt, Freunde sind eingezogen und haben in den Scheunen und Stallungen neue Wohnungen eingerichtet.

In einer alten Schmiede werden regelmäßig Schmiedekurse gegeben und eine Töpferei ist gerade im Entstehen.

 

 

Heute leben hier mehrere Familien und Schauspieler, die alle die Liebe zum Theater, der Kreativität und zum Handwerk verbindet.

Mit den Jahren sind auch viele Tiere hinzugekommen. Eine Pfauenkolonie hat das Gelände für sich entdeckt, Damhirsche weiden hinter dem ehemaligen Herrenhaus und viele Hunde und Katzen bevölkern das Gelände.

 

Hier noch einige Impressionen vom Reuschberg heute:

 

Maskenhinter dem Seminarhaustibetische Gebetsmühlen finden sich überallnoch ein kleiner Tempelohne Traktor geht hier gar nichtswir leben und arbeiten im Grünenunsere Rotbuche ist im Frühjahr eine Prachtdie Turmuhr auf der Schmiedewir sind eng mit Indien und seiner Kultur verbundenBlick aus dem HerrenhausAnnette bereitet die Bestuhlung für die nächste Party vorauch die Briefkästen sind kreativehemalige Kapelle und Herrenhaus1 - 13<>

 

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